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Lesetipp: "Flüsternde Schatten" von Peter Schwindt
Geschrieben von: Bianca Schröder   
Freitag, 01. Oktober 2010 um 11:05

 

Per Zufall geriet ich an den ersten Teil der Trilogie und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.


Der erste von drei Bänden der absolut spannenden und für unter Dreizehn- oder besser Vierzehnjährige kaum zu verkraftenden Geschichte endet für das Mädchen im Krankenhaus, wo sie nach dem Aufwachen neben ihrer eigenen Leidensgeschichte eine weitere schmerzliche Nachricht erfährt.

Das latent vorhandene Übersinnliche gekoppelt mit den Überlegungen zum Wert des Lebens und der ethischen Frage, ob und wer eine Euthanasie entscheiden kann, spielen in dem Buch eine wichtige Rolle. Die geradezu geschickt eingeflochtenen Entscheidungsargumentationen, vertreten durch die Großmutter, den Vater und ihre Enkelin zeigen nicht nur die Positionen dreier Generationen und Betroffenheiten auf,sondern zeigen auch die ganz individuellen Ansichten der einzelnen Protagonisten. Klug gemacht, sensibel und hilfreich. Zumal Rosalie unweigerlich zwischen die Fronten gerät, da die Erwartungshaltung ihrer Großmutter und ihres Vaters an sie enorm groß sind.

Das Mädchen sieht an seinem 16. Geburtstag einen Mann, den nur sie sehen kann und damit zieht die Geschichte den Leser auch schon in die unterirdischen Steinbrüche und Katakomben von Paris. Die Gänge und Zugänge sind zwar schon lange verschlossen, Rosalie gelingt es trotzdem immer wieder hinabzusteigen um in ihrer ganz eigenen Geschichte zu forschen.

Das Buch lebt nicht von einer rasanten Geschichte, vielmehr von einem Vortasten der einzelnen Personen. Sensibel werden die Beziehungsgeflechte zwischen Rosalie und ihrer Familie, ihrem Freund aufgewickelt, aufgezeigt wie unsicher und abwehrend man mit 16 ist. Aber auch wie neugierig und uneinsichtig. Dazu ein Schuß Übersinnliches, immer dabei...

Sehr empfehlenswert, sehr spannend für Jugendliche und Erwachsene.

 

 

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